Die mysteriösen Pyramiden von Güimar
Die Pyramiden von Güimar bezeichnet man zu Recht als die rätselhafteste Sehenswürdigkeit von Teneriffa. Lange Zeit wurden die seltsamen Steinhaufen von den Einwohnern Güimars nicht weiter beachtet, bevor sich im Jahr 1991 der norwegische Anthropologe Thor Heyerdal und ein Forscher-Team den sechs Terrassenbauten in Form von langgestreckten Pyramiden widmete. Bis heute ist deren ursprüngliche Funktion nicht eindeutig geklärt und so entwickelten sich kontroverse Debatten. Während einige Wissenschaftler hier einen Einfluss der alten Ägypter vermuten, kamen andere Experten zu dem Schluss, dass die Bauwerke aus dem 19. Jahrhundert stammen müssen. In der angrenzenden Ausstellung kann man sich ein eigenes Bild über die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung der mysteriösen Pyramiden machen.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
1898 wollten die USA Geschichte neu schreiben. In diesem Jahr hatten die USA und das Königreich Spanien einen gewaltigen Interessenkonflikt.
Die Kanarischen Inseln hatten seinerzeit eine besondere geographische Lage bei der weltweiten Kolonialisierung. Auf den Kanaren hatten sich in früheren Jahrhunderten Piraten, Korsaren und Personen angesiedelt, die auf den Weltmeeren ihr Glück suchten.
Zu seiner Zeit war das spanische Militär nicht besonders stark und so sahen die Nordamerikaner, die Möglichkeit, die Inseln einzunehmen und für sich zu beanspruchen.
Die Kanarischen Inseln waren nicht darauf ausgelegt, einer modernen Kriegsflotte zu widerstehen. Aufgrund einer wirtschaftlichen Krise hatte das Königreich Spanien keine großen finanziellen Mittel um das Militär aufzurüsten. Jedoch entsannte die spanische Regierung mehrere Regimenter auf die Inseln, um einer Invasion entgegen zu wirken.
Das Königreich Britannien mischte sich ein und setzte alles daran, dass die USA nicht die Kanaren einnahmen, das dies ihre koloniale Vorherrschaft geschwächt hätte.
Alle Kanarischen Inseln verfügten über Festungen, die jedoch in keinster Weise dazu in der Lage waren, einer modernen Kriegsflotte Widerstand entgegen zu bringen. Die Inseln waren eine leichte Beute. Ein einziges Kanonenboot war ständig in den kanarischen Gewässern unterwegs. Dazu kamen noch einige Soldaten, die auf den Inseln stationiert waren.
Gerettet hat die Inseln lediglich, dass die Mehrzahl der amerikanischen Abgeordneten gegen eine Invasion stimmten. Ihnen waren die Kanarischen Inseln zu weit vom Heimatland entfernt und eine Verteidigung zu kostspielig und risikoreich. Eine Invasion auf den Kanaren, durch die USA, hätte ihre Präsenz im Pazifik geschwächt und ihr Hauptanliegen lag seinerzeit eher in diesem Gebiet, andere Länder zu erobern.
Sollten Sie lieber Weinfreund irgendwann einen Teneriffa-Besuch planen, vergessen Sie nicht, dem einzigen und einmaligen Weinmuseum der Kanarischen Inseln, dem Casa del Vino "La Baranda" in El Sauzal, einen Besuch abzustatten.
Dieses kanarische Gutshaus aus dem 17. Jhdt. ist im Besitz der Inselregierung und mit viel Liebe zum Detail originalgetreu restauriert und renoviert worden.
Es steht auf einem 13.000 qm grossen Grundstück und beherrbergt das Weinmuseum, schliesst einen Weinkeller und eine Degustationsstube mit ein. Im hinteren Teil befindet sich eine Tasca, von deren Terrasse aus geniesst man einen traumhaften Blick auf die Nordküste und den Pico del Teide, Spaniens höchsten Berg.
In der Tasca verwöhnt man Sie mit einer Vielzahl kanarischen Tapas, Fiesta-Fleisch, geräucherten-gebratenen Ziegenkäse mit den inseltypischen Mojo-Saucen und den passenden Weinen. Gleich daneben befindet sich das Restaurant, das bereits verschiedene Preise für die beste kanarische Küche gewonnen hat.
Im Innenhof des Museums steht eine alte, hervorragend erhaltene Weinpresse, daneben befindet sich die Darstellung eines kunsthandwerklichen Weinkellers mit all seinen Elementen, die auch heute noch in dieser Gegend anzutreffen sind.
Das Museum
Die Geschichte des Weins stellt die Grundlage für die thematische Ausstellung dar, die sich mit der Bedeutung des Weines für die Wirtschaft und der Gesellschaft der Insel von den Anfängen der Kolonialisierung bis in die heutige Zeit befasst. Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut, wobei die bezeichnendsten Merkmale besonders hervorgehoben werden. Der Ursprung des Weinbaus, seine Entwicklung, der Höhepunkt, die Zeit der Dekadenz, das Wiederaufleben und die Phase der Stabilisierung und Verbreitung.
Weinprobe
Am Ausgang des Museums kann man in einem Nebenraum, der Degustationsstube, die Weine verkosten. Die Atmosphäre lädt dazu ein, die vielfältigen Merkmale. sowie die typischen Kennzeichen und Qualitätsunterschiede kennen zu lernen. Auch kann der Besucher eine Auswahl von Weinen probieren, die derzeit auf der Insel angebaut werden.
Gut geschultes Fachpersonal, auch mehrsprachig ausgebildet, gibt entsprechende Informationen, auch sorgfältig erarbeitete Dokumentationen sind erhältlich.
Verkauf
Im alten Stall des Herrenhauses ist der Verkauf eingerichtet. Nicht nur Weine der Insel, auch eine Auswahl landwirtschaftlicher Produkte Teneriffas mit Herkunfts-und Qualitätsgarantie kann man hier käuflich erwerben
Mehrzwecksaal
Dieser Raum ist nicht nur für kulturelle Ausstellungen gedacht, mit einer Videoanlage werden täglich in mehreren Durchgängen und verschiedenen Sprachen die wichtigsten Aspekte der Weinkultur Teneriffas gezeigt.
In diesem Raum stellte übrigens der Autor und Herausgeber dieses Magazins seine surrealistischen Fotocollagen aus, mit dem Thema: El Mundo del Vino - Die Welt des Weines.
Bibliothek
In der alten Wallfahrtskapelle des Gutshauses, die dem Heiligen Simon gewidmet ist, befindet sich die Bibliothek und das Dokumentationszentrum der "Casa del Vino". Hier kann der Weinfreund seine Kenntnisse durch Bücher, Zeitschriften und Dokumente vertiefen. Von grossem künstlerischem Wert zeugt die handgeschnitzte Kassettendecke dieses Raumes, welche die Bedeutung dieses Herrenhauses vergangener Zeiten wiederspiegelt.
Übrigens finden in den Sommermonaten im Patio - dem Innenhof der Casa del Vino klassische Konzerte statt.
Fidel Castro: „Mein größter Stolz ist es, ein kubanischer Revolutionär zu sein und eine Mutter mit kanarischen Wurzeln gehabt zu haben.“
Es ist 30 Jahre her, seit Fidel Castros historischer, fast überraschender Besuch auf Teneriffa mit dem Tiefpunkt in den Beziehungen zur Regierung von José María Aznar zusammenfiel.
„Es freut mich sehr, die Menschen der Kanarischen Inseln begrüßen zu dürfen, die ich in besonderer Weise bewundere.“ Mit diesen Worten begrüßte Fidel Castro die Schar von Mikrofonen und Kameras, die ihn auf den Stufen des Hotels Bahía del Duque im Süden Teneriffas erwarteten. „Die Kanarier sind außerordentlich fleißig; sie haben den Tabakanbau in Kuba etabliert, sich dessen Anbau gewidmet und sind unübertroffene Arbeiter“, betonte er. In seiner olivgrünen Militäruniform und mit gelassener Miene bekräftigte er seine Aussage mit einem dritten Lob.
Der Revolutionsführer, der fast 70 Jahre alt war, war am Samstagnachmittag, dem 15. Juni 1996, gerade aus Istanbul (Türkei) auf dem Südflughafen von Teneriffa gelandet.
Dort hatte er am Vortag an einer von den Vereinten Nationen organisierten Konferenz über Siedlungsentwicklung in Städten teilgenommen und dabei eine Frage offengelassen: „Was nützen technologische Fortschritte und die Weltwirtschaft, wenn sie das Problem des Hungers nicht lösen, wenn die reichen Länder immer reicher und die armen Länder immer ärmer werden?
Sein 21-stündiger Aufenthalt auf der Insel überraschte die Regierung von José María Aznar, die zunächst versuchte, den Zwischenstopp zu verhindern und dann die Anwesenheit des kubanischen Staatschefs im Land zu unterdrücken, nur wenige Tage nachdem der spanische Regierungschef dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten, Al Gore, die Aussetzung der offiziellen Hilfe für Kuba inmitten der Nachwirkungen der drei Monate zuvor verabschiedeten Helms-Burton-Initiative mitgeteilt hatte, die das Embargo Washingtons gegen die Insel verschärfte.
Der Druck aus Madrid ließ die Pressekonferenz bis zur letzten Minute auf der Kippe stehen. Schließlich fand sie neben einem kleinen Kreisverkehr statt, alle standen im Freien. Zudem führte ein Fehler eines Polizisten die Gruppe der Offiziellen durch eine Baustelle.
Außenminister Abel Matutes kontaktierte am Nachmittag den Präsidenten der Kanarischen Inseln, Manuel Hermoso, und warnte ihn sichtlich verärgert, dass der Besuch ein ernstes Problem zwischen den beiden Ländern verursachen könnte. „Er ist unser Gast“, erwiderte Hermoso und pflegte nach seinem Besuch in Havanna weiterhin ein herzliches Verhältnis zu Castro
Am folgenden Tag besuchte Castro den Teide. Neben dem gigantischen Vulkan richtete er seine Fragen diesmal an den Biologen Antonio Machado, der all seine Anliegen und Beobachtungen ausführlich beantwortete. „Mich zum Teide mitzunehmen, war eine hervorragende Idee meiner Gastgeber. Unvergesslich. Ich war begeistert. Dieser Ort ist so gut erhalten und faszinierend. Ich kann sagen, dass ich so etwas noch nie gesehen habe; es gibt einfach nichts Vergleichbares“, sagte er dem Journalisten Carmelo Rivero, dem er gestand, sich dort „wie ein Nachkomme der Guanchen“ zu fühlen, und bezog sich damit auf seine Wurzeln auf der Insel durch seine Mutter Lina Ruz.
Mit Blick auf das imposante Ucanca-Tal gab der kubanische Staatschef eine seiner gefühlvollsten Erklärungen ab: „Ich werde einen Teil meiner Seele inmitten dieser Vulkane zurücklassen und ich werde weinen, wenn ich gehe, weil ich zu einem kanarischeren Kuba zurückkehre, obwohl ich nicht weiß, ob ich zurückkehren werde.“